Manchmal verschließen wir die Augen vor der Wahrheit.
Wir halten an irgendetwas fest, aus der Hoffnung,
dass sich in unsere Augen noch allem zum Guten wendet,
das einzig Richtige. Die Wahrheit kennen wir ganz genau,
nur wir machen uns etwas vor, weil uns die schon
bekannte oder die vermutliche Wahrheit nicht gefällt,
nicht auf unseren Weg passt. Solange schieben wir sie dann
vor uns her, reden uns ein, dass sich noch was ändern lässt,
noch Hoffnung besteht und alles gut wird.
Bis wir einen auf den Boden der Tatsachen zurück finden,
dann verschwindet die Hoffnung und es taucht
Wut oder Schmerz auf. Wahrscheinlich ist diese Wut,
dieser Schmerz noch viel größer und langanhaltender
als der den wir erlitten hätten, hätten wir uns von
Anfang an die Wahrheit eingestanden.
Dann stehen wir hier und wissen nicht wie das alles passiert ist
und es kommt auf einmal alles so schnell und zieht an dir vorbei.
Für uns ist dann alles unerklärlich,
die Hoffnung an der wir so lange fest hilten,
sie versprach und so viel und gab uns so viel
und auf einmal ist alles vorbei. Dann kommt aber noch eine Wahrheit,
die wir uns eingestehen müssen, die Tatsache,
dass wir die jenigen waren die uns belogen haben.
Selbstbetrug, wir haben uns selbst hinter gangen.
Manchmal muss man einfach stark genug sein, Qual,
Schmerzen und unangenehme Nachrichten auf nehmen
und langsam versuchen damit klar zu kommen.
Ansonsten wird der ganz Berg von Hoffnung durch die
Wahrheit mit einem mal zerstört und dann steht man da
und hat möglicher weise nichts mehr. Nichts mehr hat man,
villeicht deshalb weil man damals zu dem Zeitpunkt
an dem man realisiert hat, dass etwas verkehrt läuf noch hätte
irgendwas daran ändern können. Aber die Zeit wird immer kanpper,
je länger man sich selbst vorspielt das alles in Ordnung sei.
Die meisten Wahrheiten verschweigen wir wohl möglich vor uns selbst -
somit sind wir villeicht alle Lügner, Betrüger und unsere weißen Westen haben alle kleine graue Flecken.
